Konzertreihe vom 4. Juli bis 6. August 2026
Seien Sie herzlich eingeladen zu einer neuen Konzertreihe im Sommer 2026: Zum Auftakt am Samstag, 4.7., bringen Orchester und Chor der Reformierten Kirche Leipzig drei Höhepunkte der Chorliteratur mit nach Zehlendorf: Bachs fünfstimmige Motette und die sinfonische Kantate „Wie der Hirsch schreit“ von Felix Mendelssohn, dazu Brahms’ „Schicksalslied“ nach einem Text von Friedrich Hölderlin eröffnen die ersten Zehlendorfer Sommerkonzerte.
Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Orgel-, Kammer- und Klaviermusik und einer musikalischen Geschichte lassen wir die folgenden fünf Donnerstag-Abende ausklingen – und im Anschluss an die Konzerte noch mit einem Glas Wein vor der Kirche. Seien Sie unbedingt dabei!

Sa | 4.7.26 | 18 Uhr | Eröffnungskonzert
mit Chor und Orchester der Reformierten Kirche zu Leipzig…
Johannes Brahms Schicksalslied
Felix Mendelssohn Bartholdy Wie der Hirsch schreit
Johann Sebastian Bach Jesu meine Freude
Kantorei der Reformierten Kirche zu Leipzig
Orchester „Fleur de lis“
Anna Schote Sopran
Alena Hartmann Leitung
Karten für 25€ | 20€ | 5€ an der Abendkasse

Do | 9.7.26 | 20 Uhr | Klavierabend mit Catalin Serban
Debussy, Rachmaninov, Liszt…
Claude Debussy Images I
Sergej Rachmaninov aus den Études-tableaux (op. 39)
Franz Liszt aus den Années de pèlegrinage I | Paraphrase über Verdis Rigoletto
Farbklänge, leuchtende und schattigere Akkorde, transparente Texturen und dichte Flächen formen sich zu musikalischen Bildern davon, was die Natur in den Menschen auslöst: Die Melancholie eines Alpentals, von fernem Glockengeläut erfüllt, der geheimnisvolle Schimmer einer Reflexion über dem See oder die majestätische Düsternis einer von Zypressen gekrönten Grabesinsel…
Catalin Serban, in Bukarest geboren, lebt in Berlin, konzertiert und unterrichtet an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Musikhochschule Lübeck.

Do | 16.7.26 | 20 Uhr | Zwei Orgeln im Dialog
„Doppelchörige“ Orgelwerke von J. S. Bach…
J. S. Bach Fantasie und Fuge g-Moll (BWV 542), Fantasie G-Dur „Pièce d’orgue“ (BWV 572) u. a.
Die kleinere der beiden Orgeln in der Pauluskirche imitiert den Stil der Orgeln Johann Sebastian Bachs sehr originalgetreu, weshalb seine Musik auf diesem Instrument unvergleichlich schön klingt. Doch auch auf der Südempore steht eigentlich eine „Bach-Orgel“: Die symphonischen Orgeln von Aristide Cavaillé-Coll, denen sie originalgetreu nachempfunden ist, waren für eine orchestrale Vorstellung von Bachs Musik konzipiert. Wie klingen Bachs Orgelwerke, wenn dabei zwei unterschiedliche Orgeln zusammen spielen? Im Wechsel, oder sogar gleichzeitig – wie die einander gegenüberstehenden Chöre in der Matthäuspassion?
Gerhard & Fabian Luchterhandt Orgel

Do | 23.7.26 | 20 Uhr | Melodien über Melodien
Kammermusik von Brahms und Schumann…
Robert Schumann Klavierquartett Es-Dur
Johannes Brahms Violinsonate A-Dur
Klaus Groths Gedicht „Wie Melodien zieht es mir leise durch den Sinn…“ wird zum Motto dieses Konzertes: Brahms zitiert in seiner 2. Violinsonate seine eigene Melodie, die er kurz zuvor zu Groths Text komponiert hat. Und Schumanns Quartett ist nicht nur berühmt für die überirdisch schöne Cellomelodie des 3. Satzes – im ersten Satz erklingt zudem mehrfach ein bekanntes Kirchenlied… haben Sie es erkannt?
Sophia Eschenburg studierte in Lübeck und Leipzig (u. a. bei Prof. Tobias Feldmann), war Orchesterakademistin an der Komischen Oper Berlin und ist seit 2026 Mitglied der Kammerakademie Potsdam. Daneben bildet die Kammermusik einen Schwerpunkt ihres Musizierens: Gemeinsam mit Fabian Luchterhandt musiziert sie regelmäßig und seit vielen Jahren in unterschiedlichen Besetzungen, im Mittelpunkt steht dabei immer wieder die Musik von Johannes Brahms.
Sophia Eschenburg Violine
Clara Schmid Viola
Zoë Nagle Violoncello
Fabian Luchterhandt Klavier

Do | 30.7.26 | 20 Uhr | MS. Found in a bottle
Eine romantische Schauergeschichte von Edgar Allan Poe, mit eigener Musik…
Ein verirrter Handlungsreisender findet sich auf einem geisterhaften Schiff wieder, das von immer heftigeren Winden angetrieben unkontrolliert Richtung Südpol driftet. Schon ragen an beiden Seiten des Schiffes riesige Eiswände empor – die Besatzung scheint ihn nicht zu bemerken und an Bord finden sich überall merkwürdige antike Messinstrumente… was haben sie zu bedeuten?
Malik Ouambo Stimme und Elektronik
Barbara Köbele Violine
Fabian Luchterhandt Klavier und Orgel

Do | 6.8.26 | 20 Uhr | Messe pour orgue
Orgelzyklus aus dem barocken Frankreich…
Nicolas de Grigny Messe aus dem „Premier Livre d’Orgue“
Nicolas de Grigny (1672–1703) gilt trotz seines frühen Todes und nur einer vollendeten Sammlung liturgischer Orgelmusik als bedeutendster Komponist des französischen Hochbarock. Begeistert von Grignys Musik, schrieb der fünfzehnjährige Bach um 1700 das dessen komplettes „erstes Orgelbuch“ ab. Auf der „französischen“ Orgel der Pauluskirche entfaltet diese Musik ihre originale eigentümliche majestätische Größe.
James Wood ist international erfolgreich als vielseitiger Musiker: Er dirigierte renommierte Ensembles wie den RIAS Kammerchor und das BBC Symphony Orchestra und wirkt zur Zeit als Gastprofessor für Komposition an der Hanns Eisler Hochschule für Musik Berlin.
James Wood Orgel